Obstwiese - pflanzen, pflegen, ernten

ein Schatz, der Arbeit und Freude macht

Der Hof liegt inmitten einer Obstwiese, von der ein Teil als Streuobstwiese unter Naturschutz steht. Manche Obstbäume sind schon sehr alt und haben einen Stammdurchmesser von 1 m. Die Freiflächen dazwischen haben wir fast vollständig wieder aufgepflanzt. Auf dem Grundstück finden sich nun an die 70 Halb- und Hochstammbäume von Kirschen und Sauerkirschen, Äpfeln und Birnen, Kultur- und Wildpflaumen, Mandeln, Pfirsichen und Quitten.

Bei der Auswahl der Sorten setzen wir auf alte, möglichst standortangepasste und verschiedene Sorten. Außerdem haben wir als Übergang zwischen Streuobstwiese und Gemüsegarten eine Wildobsthecke gemischt mit Gartenbeeren und einigen Benjeshecken angelegt. Die Schafe des Nachbarn beweiden jetzt die Wiese und helfen so beim Mähen und Düngen. Die Erträge der Büsche und Bäume wollen wir gerne für den eigenen Verbrauch, aber auch für den Verkauf verarbeiten. 2022 wurde dafür eine eigene Saftpresse angeschafft. Seitdem experimentieren wir mit verschiedenen Früchten.

Vorplanung

Eine gute Vorplanung ist sinnvoll. Dafür braucht es einiges an Wissen und eine gute Vorstellung von der Entwicklung der Pflanzen. Welche stehen lieber im Halbschatten, welche in der Sonne? Wie hoch, wie breit werden die Büsche, Sträucher und Halbstämme? Nicht alles wächst nach Plan, aber selbst dort, wo die Umsetzung gelingt, ist die Obstwiese nie „fertig“. Denn jede Pflanze hat im Verlauf der Sukzession ihre Zeit, bevor sie Nachwachsendem Platz macht.

Aus dem Obsbaumschnitt wurden Benjeshecken geformt, die jetzt Insekten und Vögeln ein zu Hause bieten.